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Abhören von Mobiltelefonen
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Die Fähigkeiten der Technik sind tatsächlich beeindruckend. Nachdem sich erste Versuche, sprich das „Unterjubeln“ eines sündhaft teuren, präparierten Handys, als realitätsfern und unbrauchbar erwiesen, reicht mittlerweile die Installation eines kleinen Programms, die via Infrarot oder Bluetooth flink vonstatten geht, und das Zieltelefon ist dem Überwacher mehr oder minder hilflos ausgeliefert. So zeigt beispielsweise eine amerikanische Firma die Eigenschaften ihrer Software eindrücklich in einem Video auf ihrer Website: ein zu überwachendes Telefon wird vom „Spion“ angerufen – und sogleich schaltet sich das Mikrofon des Zielhandys ein, ohne dass eine Veränderung auf dem Bildschirm sichtbar wird oder ein Vibrationsalarm erfolgt. Der Überwachende kann so unbemerkt die Umgebung der Zielperson abhören.
Nicht weniger erstaunlich, muten weitere Funktionen an. Weiterleitung aller ein- und ausgehenden SMS-Nachrichten sowie Benachrichtigungen bei jedem Gespräch, das die Zielperson führt – das, freilich ebenso unmerkbare, Einklinken in die Konferenzschaltung ist dann nur noch einen Knopfdruck entfernt.
Wer auf einen ausreichenden Schutz gegen die Spy-Programme hofft, hat momentan noch schlechte Karten. Viele Anbieter schaffen es, die Programme nach der Installation dermassen geschickt zu verstecken, dass sie von einschlägiger Anti-Virus- bzw. Anti-Spy-Software nicht gefunden werden können. Bei gesendeten SMS an den Überwacher oder bei eingehenden Anrufen bleiben auf dem Zielhandy keine Spuren hinterlassen – sämtliche Kommunikation mit dem Spy-Telefon wird nicht protokolliert. Lediglich die Telefonrechnung Ende Monat könnte Hinweise darauf geben, dass etwas faul ist; die gesendeten SMS kosten nämlich extra.
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