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Anleger vertrauten Schneeballfirma
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Tages-Anzeiger, 02.08.2007
Bern. - Bei einem mutmasslichen Fall von Kapitalanlage-Betrug ist in Deutschland und der Schweiz ein Schaden von bis zu 120 Millionen Franken entstanden. Mehr als 60 Polizisten führten einen Schlag gegen die Firma Private Commercial Office. Bei einer Razzia in Baden-Württemberg, Bayern, Frankreich und in der Schweiz wurden zwölf Wohnungen und Büroräume von sieben Tatverdächtigen durchsucht, wie das Landeskriminalamt Baden-Württemberg am Mittwoch mitteilte. Es seien «umfangreiche Beweismittel» sicher gestellt worden. In Bayern wurde ein 58-jähriger Mann festgenommen. Der 46-jähriger Geschäftsführer soll sich schon vor Jahren in die USA abgesetzt und von dort aus agiert haben. Gegen ihn wurde ein internationaler Haftbefehl erlassen.
Allein für Deutschland und die Schweiz dürfte der Gefährdungsschaden - also der Betrag, den Anleger im schlechtesten Fall verlieren könnten - bei mindestens 120 Millionen Franken liegen, teilten deutsche Behörden mit. Beim Bundesamt für Polizei war am Mittwoch niemand zu erreichen.
Nach deutschen Angaben warb Private Commercial Office seit über zwei Jahren in Zeitungen und im Internet um Kapitalanleger. Versprochen wurden monatliche Renditen von 4 bis 6 Prozent, was einen unrealistisch hohen Jahreszins von 48 bis 72 Prozent ergibt.
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