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Wofür?
Begründet wird die Datensammlung meist mit dem Schutz vor Kriminalität und Terror. Für die entscheidenden Politiker wahrscheinlich ebenso wichtig ist, dass sich auch Steuerhinterziehung mit zunehmender Überwachung leichter aufklären lässt. Allerdings wird dieses von den Politikern nur selten öffentlich zugegeben - wer will sich schon den Ruf anhängen lassen, sein eigenes Volk zu überwachen?
Tatsächlich können Bestands- und Verbindungsdaten bei der Aufklärung von Verbrechen helfen. Sie können dabei sowohl zur Überführung der Täter als auch zur Entlastung von Unschuldigen beitragen. So liefern Standortdaten eines Handys etwa wichtige Indizien, um Alibis zu bestätigen oder zu widerlegen. Wer von einem Zeugen beschuldigt wird, zur fraglichen Zeit von einem Tatort weggerannt zu sein, ist sicher nicht böse, wenn der Mobilfunkanbieter später bestätigt, dass man ganz woanders am telefonieren war. Wer hingegen in einer Vernehmung behauptet, einen jüngst gefassten Paten eines Drogenkartells nicht zu kennen, kommt anschließend in Erklärungsnot, wenn anhand eines Einzelverbindungsnachweises gezeigt wird, dass man mit diesem wiederholt und ausgiebig telefoniert hat.
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