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Missbrauch!?
Das oft gegen Vorratsdatenspeicherung vorgebrachte Argument, sie sei wenig wirksam, ist folglich wenig stichhaltig. Es gibt eine ganze Menge an Vorgängen, bei denen die Daten hilfreich sein können. Erst werden die gesetzlichen Grundlagen entsprechend den technischen Möglichkeiten geschaffen - Festplattenplatz wird nun mal immer billiger und Datenbanken immer größer - und dann kommt in den nächsten Jahren die Nutzung dieses Datenberges.
Das eigentliche Problem liegt woanders: Es machen sich beileibe nicht nur legitime Nutzer über die Daten her. Je mehr Datenbanken oder Abhörschnittstellen es gibt, desto mehr zwielichtige Gestalten werden diese zu ihrem eigenen Vorteil nutzen. Durch die Medien ging der Abhörskandal in Italien. Dort hatten sich Mitarbeiter einer Privatdetektei und eines Tk-Unternehmens verbündet, um illegal Gespräche mitzuschneiden. Wie hoch der Schaden ist, kann man nur ahnen. Durch Ausspionieren von Firmengeheimnissen und Schutzgelderpressung können hier aber schnell viele, viele Millionen Euro zustande kommen.
Auch die bekannte Spam-Orgie, dass inzwischen nach Schätzungen vieler Experten mindestens 90 Prozent aller E-Mails aus Werbemüll besteht, ist letztendlich ein Datenschutzproblem: Wären alle E-Mail-Adressen geheim, könnten die Spammer diese nicht vollmüllen.
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