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Ermittlungen, hart wie Watte |
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Seite 2 von 3 Insgesamt 40 Verbrechen wurden der vermeintlichen Serientäterin im Laufe der Zeit zugeordnet. In Deutschland, Österreich und Frankreich. Auch die Medien suchten fleissig nach der Verdächtigen. Das ZDF produzierte eine aufwendige Dokumentation über die «Frau ohne Gesicht», welche «brandgefährlich» sei und «immer wieder zuschlägt».
Ohne Gesicht? Die Polizei veröffentlichte letztes Jahr ein Phantombild. Die gesuchte «UwP» wurde darauf als junger Mann dargestellt. Offizielle Begründung: Sie könnte «optisch möglicherweise auch als Mann wahrgenommen werden». Es war ein Stochern im Nebel. Frank Huber, Leiter der Heilbronner Sonderkommission, verstieg sich trotzdem zu der Behauptung, man habe «sehr gute und konkrete» Ermittlungsansätze und deshalb «viele Chancen». Alles falsch.
Die DNA-Spuren, die an den vielen Tatorten gefunden worden waren, gehören in Wahrheit keiner Verbrecherin – sondern einer harmlosen Arbeiterin aus Bayern. Das haben Ende letzter Woche vorgenommene Speicheltests unzweifelhaft ergeben. Die Arbeiterin hat Wattestäbchen für die Polizei verpackt und diese Stäbchen dabei mit winzigen Hautpartikeln genetisch «verseucht». Ein verhängnisvoller Zufall.
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