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Illegale Jagd nach Schweizer Bankdaten | Drucken |

Mehr verdächtige Diplomaten

Die Zunahme der Spionagetätigkeit gegen Schweizer Banken wird im Bericht zur inneren Sicherheit der Schweiz für das Jahr 2008, den der DAP in dieser Woche veröffentlicht hat, mehrfach eher beiläufig erwähnt. Die Geheimdienstler stellen fest, dass «aus fiskalischen Interessen mit nachrichtendienstlichen Methoden Daten ausländischer Finanzplätze beschafft» wurden – so kaufte Deutschland einem Informanten Daten der liechtensteinischen LGT-Bank ab (siehe Box). «Neben militärischer und politischer Spionage betrieben ausländische Nachrichtendienste in der Schweiz vermehrt verbotenen wirtschaftlichen Nachrichtendienst», heisst es weiter. Die Schweiz stehe «als wichtiger Rohstoffhandels- und Finanzplatz im Blickfeld ausländischer Nachrichtendienste».

Geheimdienstchef Bühler hat auf die Zunahme der Banken-Spionage reagiert: «Aus diesem Grund haben wir unsere Abwehranstrengungen intensiviert», sagt er: «Im Jahr 2008 wurde gegen 21 ausländische Personen, die über diplomatischen Status verfügten, zum Schutz vor verbotener Spionagetätigkeit eine Einreisesperre verhängt.» Das ist eine massive Zunahme: 2007 wurde nur 8 Diplomaten die Einreise in die Schweiz verwehrt, noch ein Jahr früher waren es sogar nur 2 Personen. Laut Bühler kamen die betroffenen Diplomaten «vorwiegend aus Oststaaten»; genauere Angaben über die Herkunft auch der übrigen mutmasslichen Spione macht Bühler «aus diplomatischen Gründen» nicht.


 

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