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Illegale Jagd nach Schweizer Bankdaten | Drucken |

Überwachen, einkaufen und fernsehen: Wie Steuerfahnder an Bankdaten herankommen

Zur Bekämpfung der Terror-Finanzierung überwacht der US-Geheimdienst nach dem 11. September 2001 das Swift-Netz, über das weltweit Banktransaktionen abgewickelt werden. Nachdem dies bekannt wird, heisst es in Bundesbern zunächst, die Amerikaner hätten bei ihrer Überwachungsaktion keine Einsicht in den inländischen Bankenverkehr gehabt. Später wird diese Aussage korrigiert. Im neusten Bericht zur inneren Sicherheit heisst es nun, die Swift-Aktion habe auch Schweizer Finanzdaten betroffen.
Im Februar 2008 wird der deutsche Post-Chef, Klaus Zumwinkel, wegen Steuerhinterziehung verhaftet. Die Ermittler stützen sich dabei auf Daten einer CD, die der liechtensteinischen LGT-Bank gestohlen worden war. Der deutsche Nachrichtendienst zahlt dem Informanten dafür über vier Millionen Euro. Aufgrund der CD werden zahlreiche Ermittlungen gegen mutmassliche deutsche Steuerhinterzieher eröffnet. Zumwinkel wird zu zwei Jahren Haft auf Bewährung und einer Busse von 1 Million Euro verurteilt.

Ausgelöst durch eine verdeckte Recherche des Fernsehens ZDF ermittelt die deutsche Steuerfahndung gegen Kunden der UBS in Deutschland sowie zwei Kundenberater der UBS-Filiale Stuttgart. Das machten die «Stuttgarter Nachrichten» diese Woche bekannt. Laut einer Reportage des ZDF sollen die Berater dem als Kunden getarnten Reporter angeboten haben, Geld unversteuert in die Schweiz zu schleusen. Das Geschehen wurde mit versteckter Kamera festgehalten. Der Ausgang des Verfahrens ist offen.


 

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