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Die Tiger-Einheit jagt Entführer, Betrüger und geistig Behinderte |
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Seite 4 von 4 In den frühen Morgenstunden des 11. Dezember 2006 werden auf der Autobahnraststätte Sulzberg bei Rorschach zwei Polen festgenommen, die wegen bewaffneten Raubs gesucht werden. Am 3. April 2007 führt wiederum die Zusammenarbeit von Tigern mit St. Galler Kantonspolizisten zur Verhaftung eines Türken mit gefälschten Papieren. Die Polizeidirektion Hannover fahndet nach dem 28-Jährigen. Er soll sich an einer Abrechnung im Drogenmilieu beteiligt haben, bei der ein Widersacher entführt, erpresst und misshandelt wurde.
Die Kantone zweifeln, ob der Bund für solche Fälle eine Truppe stellen muss. «Ich bin grundsätzlich skeptisch», erklärt die St. Galler Justizdirektorin Karin Keller-Sutter, nachdem sie erstmals vom TA von den Tiger-Einsätzen in ihrem Kanton erfahren hatte. Bern müsse erklären, welche Rechtsgrundlage es für Tigris gäbe, sagt sie: «Danach stellt sich aber immer noch die Frage, ob es sinnvoll ist, wenn der Bund in solchen Fällen eingreift.» Guido Balmer vom Eidgenössischen Justizdepartement erklärt, die Tigris-Einheit mache Zielfahndungen mit internationalem Hintergrund, «die sich nicht eindeutig einem Kanton zuordnen lassen». Mit den Kantonen arbeite man stets zusammen.
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