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Millionär um 115 Millionen betrogen? | Print |
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Tages-Anzeiger, 23.08.2007, S. 23

Eine Vermögensverwalterin aus dem Aargau soll während Jahren Gelder veruntreut und damit eine Fluggesellschaft, Pferde, teure Kunst und teuren Schmuck gekauft haben.

Von Lukas Häuptli

Private Banker sind die Psychologen unter den Bankangestellten. Oder – je nach Standpunkt – die Schauspieler. Sie müssen das Innerste der Kunden kennen und das Äusserste für sie leisten: Neben einer an­ständigen Rendite für unanständig viel Geld liefern sie Rat und Tat in allen Le­benslagen. Family Office für die Reichsten der Reichen nennt man das.
Einer dieser Reichsten ist ein heute 67­jähriger Selfmademan: mit seinen Eltern aus der DDR in die BRD geflüchtet, dort Elektriker gelernt und Elektroingenieur studiert, in Hessen eine Firma für IT-Netz­werke gegründet, ausgebaut und diese schliesslich für 500 Millionen D-Mark nach Südafrika verkauft. Das war Ende der Neunzigerjahre. Nach getaner Arbeit zog der Ingenieur samt seiner Millionen in die Schweiz.


 

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