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Die Tiger-Einheit jagt Entführer, Betrüger und geistig Behinderte |
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Page 3 of 4 Behinderte «schonend angehalten»
Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat eine Untersuchung über die Tiger-Aktivitäten angeordnet und eine Informationssperre über einzelne Einsätze verhängt. Der «Tages-Anzeiger» kann trotzdem einige der Aktionen nachzeichnen - anhand von Polizeimeldungen über Zielfahndungen, bei denen die Tigris-Beteiligung verheimlicht oder zumindest nicht ausgewiesen wird:
Im Mai 2003 berichtet das Bundesamt für Polizei über erste Erfolge «der neuen Bundeskriminalpolizei-Einheit Zielfahndung», die ab 2005 zur Tiger-Truppe ausgebaut wird. Innert 48 Stunden seien «zwei international gesuchte Kriminelle» festgenommen worden: in Freiburg ein Drogenhändler, der 1999 aus einem deutschen Gefängnis geflüchtet war, in Kreuzlingen ein mutmasslicher Millionenbetrüger.
Ende März 2004 gibt es «einen Erfolg in einem eher ungewöhnlichen Fall» zu vermelden: «Dank der Erfahrung der Zielfahnder der Bundeskriminalpolizei» und «einer reibungslosen Zusammenarbeit mit den Polizeiorganen Deutschlands, des Kantons Freiburg und der Stadt Lausanne» sei eine deutsche Staatsangehörige in Lausanne «schonend angehalten» worden. Die geistig Behinderte habe sich zuvor ihrem Vormund entzogen, um in der Schweiz ein neues Leben aufzubauen, und sei ohne Geld und ohne Gepäck eingereist.
In einer gemeinsamen Aktion verhaften Zürcher Kantonspolizisten und Tiger-Leute im Juni 2006 einen Moldauer. Das Landeskriminalamt Thüringen sucht den 26-Jährigen wegen Raubs, Erpressung und Körperverletzung.
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